Durch die Kenntnis des Koordinatensystems ist es möglich, Zeichnungsdateien unterschiedlicher Abbildungen gemeinsam zu verarbeiten und darzustellen, dabei werden die Zeichnungsdateien "On-the-Fly" transformiert.
Problemstellung
Ein großer Energieversorger beispielsweise betreibt Netze über Bundeslandgrenzen oder Gauß-Krüger-Meridianstreifengrenzen hinweg. In der Vergangenheit war die gemeinsame Darstellung des Leitungsnetzes über die Grenzen nicht möglich. Obwohl die Daten in der Örtlichkeit zusammenliegen, liegen sie bedingt durch die unterschiedlichen Abbildungen rund 1.000.000 Meter weit auseinander.
Lösung:
Nachdem jeder DGN Zeichnung aus dem obigen Beispiel das entsprechende Koordinatenreferenzsystem zugewiesen wurde,- links: DE_DHDN_3GK2, EPSG 31466, Gauß-Krüger 2. Meridianstreifensystem
- rechts: DE_DHDN_3GK3, EPSG 31467, Gauß-Krüger 3. Meridianstreifensystem
Damit werden die Inhalte der Referenzdatei auf das Koordinatenreferenzsystem der Hauptdatei "on-the-Fly" abgebildet. Die Koordinaten der Referenzdatei verändern sich nur in der Ansicht, es wird keine eigentliche Transformation durchgeführt.
Das Ergebnis ist die Darstellung der Topographie entsprechend der realen Situation.
Auf der linken Flußseite die Masterdatei mit dem Kooridnatenreferenzsystem GK2 und referenziert auf der rechten Flußseite die Daten der Referenzdatei mit dem Koordinatenreferenzsystem GK3.
Die gleichzeitige Referenzierung von UTM und GK Koordinatenreferenzsystemen oder anderen Systemen funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

